8. Stadtgang - Wiesloch (2019)

Fruchtbare Böden und günstige klimatische Bedingungen lockten bereits in vorgeschichtlicher Zeit (mittlere Bandkeramik, um 5300 v. Chr.) Menschen auf die heutige Gemarkung des Ortes. Die Ursprünge lassen sich bis in die keltische Zeit (um 500 v. Chr.) zurückverfolgen. Seit dem 1. Jahrhundert ist Bergbau auf Blei, Silber und Galmei im Dorf nachweisbar. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes, damals "Wezzinloch" genannt, geschah im Jahr 801. Man findet sie in einer Schenkungsurkunde vom 12. September 801 an das Kloster Lorsch. Im späteren 9. Jahrhundert bestand im Ort eine große Töpferei, die ihre Erzeugnisse überregional in fast ganz Südwestdeutschland verhandelte. Das älteste belegbare Gebäude im heutigen Ort ist die um 1061/1071 geweihte, aber wohl schon um 1030 begonnene Kirche, die jetzige evangelische Stadtkirche. Bis 1803 gehörte das Dorf zur Kurpfalz, danach ging das Dorf im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses, die große gebietliche Veränderungen mit sich brachte, an das nachmalige Großherzogtum Baden und wurde zur Amtsstadt erhoben. Hier geht es zum Stadtgang in Wiesloch.

7. Stadtgang - Eppingen (2018)

Die Lage der Stadt an der Einmündung des Hilsbach begünstigte die sehr frühe Besiedelung an jener Stelle. Die ältesten Siedlungsspuren sind im Gewann Vogelsberg aus der Zeit der Bandkeramiker um 5000 v. Chr.. Funde aus späteren Epochen legen einer durchgängigen Besiedelung des uralten Siedlungsplatzes nahe. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Eppingen erfolgte im Jahre 985, als der Ort durch Otto III. dem Bistum Worms geschenkt wurde. Im 11. Jahr­hundert war der Ort in salischen, im 12. Jahrhundert in staufischen Besitz. Die Erhebung zur Stadt erfolgte vermutlich 1192 durch Heinrich VI., die erste schriftliche Erwähnung als civitas datiert auf 1234 und das älteste Stadt­rechtsprivileg auf 1303. 1564/65 war die „alte Universität“ Ausweichquartier der Uni Heidel­berg. 1971-72 wurden insgesamt 6 umliegende Gemeinden in die Stadt eingegliedert und am 1. Januar 2002 erfolgte die Erhebung zur Großen Kreisstadt. Hier geht es zum Stadtgang in Eppingen.

6. Stadtgang - Oberderdingen (2017)

Oberderdingen wurde anno 776 im Lorscher Codex als Schenkungsurkunde erstmalig erwähnt. Der Ortsadel gründete auf dem von Wasser umgebenen Hügel seinen Sitz, den sogenannten See- oder Herrenhof und schützte ihn durch Mauern und einen Wassergraben. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts verschuldeten sich die Herren und veräußerten nach und nach ihren gesamten Besitz. Das Kloster Herrenalb war ab 1250 alleiniger Grund- und Gerichtsherr im Ort. Der Pfleghof erhielt 1480 größere Bedeutung, als hier das klösterliche Stabsamt eingerichtet wurde, das die Besitzungen im nördlichen Kraichgau bis 1806 verwaltete. Heute ist es in seiner Gesamtheit das besterhaltene Kulturdenkmal klösterlicher Wirtschafts­höfe in Süddeutschland. Hier geht es zum Stadtgang in Oberderdingen.

5. Stadtgang - Durlach (2016)

1196 weilte Konrad, Herzog von Schwaben und Bruder des Kaisers Heinrich VI. auf seinem Kriegszug gegen die Zähringer ''in quodam oppido Durlaich", wo er - ''ein wollüstiger Mann und dem Hurenleben gänzlich ergeben" - eine Frau schänden wollte. Jedoch wurde er von ihr oder ihrem Ehemann verletzt, so dass er wenig später starb. Dieses Ereignis brachte den Ort erstmals mit der Bezeichnung Stadt anno 1196 in Verbindung. Zu dieser Zeit war Durlach staufischen Eigentums, das erst 1219 in den Besitz des Markgrafen von Baden kam. Die Spuren der Stadt lassen sich aber bis in das 9. Jahrhundert zurück datieren. 1911 fand man bei Ausgrabungen eine sogenannte "Villa Rustica" aus dem 1. bzw. 2. Jahrhundert n. Chr. Am 1. April 1938 wurde die Stadt gegen den Willen ihrer Einwohner in die Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe zwangseingemeindet. Hier geht es zum Stadtgang in Durlach.

4. Stadtgang - Bruchsal (2015)

Bruchsal wurde 976 erstmals urkundlich als "Bruohsella" (= Herrenhof im Sumpf, so die Bedeutung des Namens) von Kaiser Otto II. in einer Urkunde zu Gunsten des Klosters St. Bavo in Gent erwähnt. 1002 war die Stadt Schauplatz eines bedeutenden geschichtlichen Ereignisses: Am Remigiustag (1. Oktober) nimmt hier Heinrich II. die Unterwerfung seines Rivalen Hermann von Schwaben entgegen. Als "Friede von Bruchsal" ist diese Begebenheit in den Geschichtsbüchern zu finden. Heinrich III. schenkte 1056 seinen Besitz im Bruhrain, samt dem Königshof der Stadt, dem Speyerer Bischof Konrad I. Bis 1803 gehörte die Stadt nun zum Hochstift Speyer. Einen letzten höfischen Glanz gab es allerdings noch durch die badische Markgräfin Amalie. Sie erkor das Schloss zu ihrem Witwensitz und lebte hier bis zu ihrem Tod im Jahr 1832. Über folgende Straßen erreicht man die aufzufindenden Bilder: Schönbornstraße, Hochstraße, Klostergasse, Marktplatz, Adolf-Bieringer-Straße, und Belvedere, wobei die Straßen nicht in der Reihenfolge der Bilder aufgeführt sind. 2015 fanden hier die Heimattage Baden-Württemberg statt, für die mit dem Thema "450 Jahre Spargel in Deutschland und Baden-Württemberg" geworben wurde. In den Monaten April-Juni können Sie das frisch gestochene Stangengemüse in der Gastronomie Bruchsal's in vielerlei Variationen genießen. Hier geht es zum Stadtgang in Bruchsal.

3. Stadtgang - Philippsburg (2014)

In der Oberrheinischen Tiefebene liegend, besteht die Stadt Philippsburg aus drei Stadtteilen: Huttenheim, Philippsburg und Rheinsheim. Der Name der Stadt geht auf eine Festung zurück, die 1615 von dem Speyerer Bischof Christoph von Soeten gegründet worden war. Davor hieß die Stadt "Udenheim" und wurde 764 zum ersten Mal in einer Urkunde des Klosters Lorsch erwähnt. Seit 1371 war es Residenz der Speyerer Fürstbischöfe. Die Gründung der Festung erfolgte, weil sich Speyer durch die umliegenden protestantischen Gebiete in seiner Macht bedroht fühlte. Im Dreißigjährigen Krieg nahmen 1644 französische Truppen die Stadt ein. Erst 1676 gelang die Rückeroberung, aber bereits 1688 obsiegten die Franzosen unter General Ezechiel de Mélac erneut. Durch die Mediatisierung kam 1803 die Stadt an das Grossherzogtum Baden. Hier geht es zum Stadtgang in Philippsburg.

2. Stadtgang - Bretten (2013)

Im Kraichgau, auf der Wasserscheide zwischen Walzbach und Saalbach gelegen, wird Bretten 767 erstmalig als "Villa Breteheim" im Lorscher Codex erwähnt. Seit 1148 ist das Münzrecht erwähnt, 1492 verlieh Pfalzgraf Philipp der Stadt vier Marktrechte. Am 16. Februar 1497 wurde als Sohn von Georg Schwarzenerdt der wohl bekannteste Sohn der Stadt geboren. Im Jahre 1504 wehrt sich die Stadt erfolgreich gegen die Belagerung durch Ulrich von Württemberg – Anlass zum alljährlich stattfindenden Peter-und-Paul-Fest. Nach Eingliederung von 9 Nachbargemeinden zwischen 1971 und 1975 überschritt die Einwohnerzahl die 20.000 Grenze und wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1975 an zur Großen Kreisstadt erhoben. Heute ist Bretten mit rund 28.000 Einwohnern ein aufstrebendes Mittelzentrum. Hier geht es zum Stadtgang in Bretten.

1. Stadtgang - Sinsheim (2012)

Im Lorscher Codex wird der Ort Sinsheim 770 erstmals urkundlich erwähnt. Um 908 soll Konrad von Hessen eine Burg erbaut und den Ort mit einer Mauer befestigt haben. Gaugraf Zeisolf erhielt 1064 von Heinrich IV. das Marktrecht, 1067 auch das Münzrecht. Die Stadtrechte wurden 1192 verliehen und die erste Erwähnung als „civitas“ (Stadt) erfolgt in einer Urkunde aus dem Jahre 1234. Im 14.–17. Jahrhundert erlebte die Stadt Sinsheim eine wahrlich wechselhafte Geschichte, 1689 wurde die Stadt durch die Truppen Ludwigs XIV. unter General Mélac komplett niedergebrannt. Heute ist Sinsheim nach Weinheim die zweitgrößte Stadt des Rhein–Neckar–Kreises und liegt 28 km nordwestlich von Heilbronn. Bis zur Kreisreform 1973 hatte die Stadt das Kfz.-Kennzeichen SNH. Um den Einstieg etwas zu erleichtern, sollten Sie in der Haupt­straße beginnen, dann über Bahnhofstaße, Lohergasse, Ziegelgasse, Stiftstraße, Wilhelmstraße, Werderstraße in der Pfarrstraße ankommen. So haben Sie wahrscheinlich alle Bildpunkte gefunden. Hier geht es zum Stadtgang in Sinsheim.