Clubnachrichten

clubhock - Erste Hilfe-Tipps für Senioren/innen (Juni 2019)

Erste Hilfe für Senioren wird immer wichtiger. Alleine durch den demographischen Wandel steigt die Zahl der Notfälle an, die besonders ältere Menschen betreffen. Unserem Vorsitzenden, Dieter Suffel, sei Dank, dass er das Deutsche Rote Kreuz Büchenau gebeten hatte, über dieses Thema zu uns zu sprechen. Es können jeden Tag Situationen eintreten , in denen Menschen in unserer nächsten Umgebung unsere Hilfe benötigen. Besonders Senioren sind auf Grund ihres Alters mit speziellen Notfällen konfrontiert. Chronische Krankheiten wie beispielsweise Diabetes oder Bluthochdruck können schwere Folgen haben. Dazu zählen Schlaganfälle oder Herzinfarkte. Schnelles Handeln kann in solchen Fällen Leben retten.

 

Häufig sind bei einem plötzlich auftretenden Notfall Angehörige oder nahestehende Bekannte vor Ort. Hand auf‘s Herz, wissen Sie welche lebensrettenden Handgriffe sie anwenden müssen? Bei vielen liegt der Erste Hilfe Kurs viele Jahre zurück. An das Gelernte von damals kann man sich nur schwer oder gar nicht erinnern. Daraus entsteht Unsicherheit und Angst, etwas falsches zu tun. Tritt nun aber ein solcher Notfall ein, ist man laut Gesetz verpflichtet, Hilfe zu leisten. Schon mit Beginn des Anrufes in der Notfallstelle, hat man seine Gesetzespflicht erfüllt, denn jeder kann den Notruf 110 oder 112 wählen, egal ob jung oder alt. Denn: JEDE MINUTE ZÄHLT! Wenn Erste Hilfe geleistet wird, dann sollten vier wichtige Schritte beachtet werden: WO ist etwas passiert (Ort, Adresse, Autobahnkilometer, etc.),WAS ist passiert (Herzinfarkt, Autounfall, Brand, etc.), WIE VIELE Verletzte gibt es (Anzahl der Verletzen), WER ruft an (Dein Name, Telefonnummer) und WARTEN auf Rückfragen. Das Warten ist hier ganz wichtig, falls es Rückfragen der Notrufleitstelle zum Notfall gibt. Also nicht gleich auflegen!! Danach sollte man sich einen Überblick über die Situation des Verletzten verschaffen. Lebenswichtige Funktionen wie Atmung, Kreislauf und Bewusstsein sollten überprüft werden. Die daraus enstehenden Sofortmassnahmen wie stabile Seitenlage, Herzdruckmassage und Beatmung, können lebensrettend sein. Die Reihenfolge der weitergehenden Hilfeleistungen wie Zuspruch, Lagerung und Anlegen von Verbänden, sind wichtige Bestandteile und richten sich nach der jeweiligen vorgefundenen Notfallsituation. Betroffene von den Anwesenden des Abends unterstützten die Diskussion mit ihren Erfahrungen. Man kann nur empfehlen, sich in entsprechender Literatur kundig machen oder, noch besser,bei einer DRK-Station einen Erste-Hilfe-Kurs belegen.

 

Den beiden Vortragenden des DRK Büchenau, Herr Franz Hasenfuß, 1. Vorsitzender und Leiter der Notfallhilfe und Frau Katharina Arnold, Bereitschaftsleiterin wurden mit langanhaltendem Beifall gedankt. Eine ähnliche Veranstaltung mit praktischen Übungen sollte im nächsten Jahresprogramm nicht fehlen.